AYURVEDA

Die Kunst der täglichen Lebensführung

Der Begriff Ayurveda stammt aus dem Indischen, dem Sanskrit und setzt sich aus Ayus "das Leben" und Veda "die Wissenschaft" zusammen. Seine Ursprünge sind über 5000 Jahre alt. Im Vergleich zu unserer Schulmedizin setzt der Ayurveda nicht erst an, wenn wir bereits krank sind, sondern schon viel früher.

Somit ist der Ayurveda ein ganz wundervolles "Instrument", das uns sehr einfach aber äußerst wirkungsvoll bei einer gesunden

Lebensführung unterstützen kann. 

Neben einer körperlichen und mentalen Gesundheit spielen weitere Faktoren eine nicht unbedeutende Rolle:

  • Bin ich voller Energie oder eher kraftlos?

  • Gestalte ich mein Leben so wie ich es möchte oder wie es andere von mir erwarten?

  • Schaffe ich es in meinem eigenen Rhythmus zu leben?

  • Höre ich intuitiv auf meinen Körper, was er gerade braucht oder gehe ich lieber den aktuellen Gesundheitstrends nach?

Wir können noch so tüchtig unseren frisch zubereiteten Selleriesaft trinken, weil der ja "super gesund ist, die Haut strafft und uns angeblich vor Krebs schützt", bekommen wir danach aber Bauchschmerzen und Verdauungsbeschwerden, haben wir nicht viel gewonnen.

Den Satz: "Du bist, was du isst", kennen wir fast alle - beim Ayurveda gehen wir noch einen Schritt weiter und sagen: "Du bist, was du verdaust". Denn ein gut arbeitender Verdauungstrakt beeinflusst so ziemlich alle Vorgänge in unserem Organismus. Ob wir glücklich sind, eine positive Ausstrahlung haben und uns einfach wohl fühlen in unserer Haut oder ob wir gestresst sind, unter Gedankenkreisen leiden, unreiner Haut oder gar Übergewicht.

Vielleicht kommen nun langsam die Fragen auf:  "Was für ein Typ bin ich?" & "und was genau tut mir gut?"

"In der ayurvedischen Lehre geht es ganz einfach darum, dein einzigartiges Selbst zu verstehen und so zu sein, wie es tief in dir angelegt ist."

Manjiri Nadkarni

 

 

Wenn neue Gesundheits-Trends bekannt werden, so tun diese einem Teil von uns gut, andere merken keinerlei Unterschied oder es geht ihnen danach sogar schlechter. Ist dir schon mal aufgefallen, dass es Menschen gibt, denen tierische Eiweiße gut bekommen, anderen dagegen aber nicht? Dann gibt es Menschen, die brauchen fünf Mahlzeiten am Tag, weil sie einen riesigen Hunger verspüren, andere benötigen nur zwei, oder drei. Was sagt uns das?! Ganz einfach: Wir sind alle unterschiedlich. Beginnend bei der Körperform, gefolgt vom Temperament, Persönlichkeit, Haarfarbe und -beschaffenheit, Lebensgewohnheiten und noch vielem mehr.

Der Ayurveda fasst die 5 Elemente: Äther (Raum), Luft (Bewegung), Wasser (Verbindung und Fluss), Feuer (Trans-formation) und Erde (Struktur) zu drei Bioenergien (Grundtypen/Doshas) zusammen. Jedes dieser Elemente schenkt uns unterschiedliche Eigenschaften, die uns einzigartig machen und die wir zum Leben brauchen.

"Uff... das klingt ganz schön esoterisch?" Ich war ganz zu Beginn auch etwas skeptisch, doch das legte sich sehr rasch, nachdem ich mich etwas näher mit den drei Doshas beschäftigt habe. 

DIE GRUNDTYPEN

VATA, PITTA, KAPHA - UNSERE BIOENERGIEN

Vata - das Bewegungsprinzip

 

Setzt sich aus Äther und Luft zusammen.

Menschen mit einer ordentlichen Portion Vata sind meist sehr quirlige Personen, denen es oft schwer fällt ruhig sitzen zu bleiben. Sie sind sehr wissbegierig und schnell begeisterungsfähig. Oft sind sie entweder sehr klein oder sehr groß gewachsen. Ihre Eigenschaften sind von Beweglichkeit, Leichtigkeit und Kreativität geprägt. Aber auch von Trockenheit, Kälte, Unruhe und Angst.

Pitta -  das Stoffwechselprinzip

Setzt sich aus Feuer und (etwas) Wasser zusammen. Mit Wasser sind eher flüssige Substanzen gemeint, "Brennanzünder", die das Feuer noch mehr zum Lodern bringen.

Menschen mit viel Pitta haben im wahrsten Sinne ziemlich viel Feuer und besitzen eine starke Ausstrahlung. Auch alle Stoffwechselvorgänge wie unsere Verdauung oder die Regulation von Körpertemperaturen lassen sich dem Pitta-Typ zuordnen. Gerät Pitta aus dem Gleichgewicht, neigen sie zu Wut, Aggressivität, Magenbeschwerden und entzündlichen Unreinheiten.

Kapha - das Stabilitätsprinzip

 

Setzt sich aus Erde und Wasser zusammen. Kapha sorgt für Stabilität, einen stabilen Körperbau und gesundes Körpergewebe. Kapha-Menschen besitzen meist sehr viel Ruhe und Gelassenheit aber auch eine gute Ausdauer 

Begonnenes strukturiert zu Ende zu bringen. Menschen mit dieser Konstitution sind treu, liebevoll und gemütlich, nimmt das Kapha allerdings Überhand, so neigen sie zu Übergewicht, Lethargie, depressiven Verstimmungen und es fehlt ihnen an Antrieb.

Na, Hast du dich in einem, zwei oder sogar in allen drei Doshas wieder erkennen können? Dann gehen wir jetzt noch einen Schritt weiter.

Unser optimaler und unser tatsächlicher Zustand

Prakruti unser optimaler Zustand

Der Begriff Prakruti stammt auch aus dem Sanskrit und bedeutet "die richtige Natur". Wenn wir geboren werden, kommt jeder von uns mit seiner ganz eigenen Grundkonstitution zur Welt. Sprich, die Spermien unseres Vaters treffen auf die Einzelle unserer Mutter usw...

Aus der Sicht der westlichen Medizin entspricht diese Grundkonstitution unseren Genen, die uns für immer erhalten bleiben und nichts und niemand kann dies ändern. 

Aus ayurvedischer Sicht kommen wir perfekt und vollkommen zur Welt. Unsere Grundkonstitution ist im absoluten und natürlichem Gleichgewicht.

Wenn wir uns in dieser Balance befinden, so sind wir auf allen Ebenen Gesund. Wir sprechen dann von einer perfekten Gesundheit.

Doch dieser optimale Zustand wird durch sämtliche Erfahrungen und Prägungen, die uns im Laufe unseres Lebens begegnen beeinflusst, so dass wir möglicherweise aus dem Gleichgewicht geraten. Dies kann sich auf verschiedenste Art und Weise bemerkbar machen.

z.B. in Übergewicht, unreiner Haut, Herzrhythmusstörungen, Ohrgeräusche... etc. 

Vikruti unser tatsächlicher Zustand

 

Oder auch unser Ist-Zustand.

Gerade in unserer schnelllebigen Gesellschaft, in der sich alles rasant schnell wandelt und verändert, unterliegen wir ständigen Einflüssen von Außen. Das beginnt bei neuen Ernährungstrends, über die Digitalisierung, unserem Freundeskreis und endet bei unserem eigenen Lebensstil. Das soll nicht heißen, dass das schlecht ist. Viel mehr, dass nicht alles zu unserem Grundtyp passt und wir so aus unserer natürlichen Balance geraten.

Instinktiv versucht unser Körper sich immer wieder von selbst auszugleichen, doch wir verlernen mit der Zeit darauf zu hören. Mein Lieblingsbeispiel an dieser Stelle ist das Neugeborene: Wenn ein Baby hungrig ist, dann weint es, es wird an die Brust angelegt oder bekommt das Fläschchen und beginnt zu trinken. Ist das Baby satt, dann hört es auf zu trinken. Es handelt ganz intuitiv. Doch was geschieht ganz häufig, wenn das Baby plötzlich als Kleinkind mit am Tisch sitzt? "Iss deinen Teller auf, dass du groß und stark wirst ... oder dass morgen die Sonne scheint". Von Außen, in dem Fall vom Elternteil, wird das Kind dazu aufgefordert mehr zu essen, als es eigentlich von sich aus braucht. Wer kennt das?

Unser Körper sagt uns eigentlich immer ganz genau was er gerade braucht und was nicht, doch wir ignorieren häufig unsere eigenen Bedürfnisse und nehmen somit auch viele Warnsignale gar nicht wahr.

 

 

 

Gerne unterstütze ich dich darin, dich wieder deinem optimalen Zustand anzunähern, indem du deinen Körper und all seine Signale wahrnimmst und zu verstehen lernst.